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  • AutorenbildKarin Heiermann

Der Kochstandard war hier in Walchsee: KOCH regional mit Andrea

- Wie wir Lebensmittelverschwendung vermeiden und aus Resten kreativ kochen -


Jeden Tag landen Tonnen von Lebensmitteln im Müll, die noch genießbar wären. Eine erschreckende Tatsache, die uns alle angeht. Doch es gibt Hoffnung - immer mehr engagierte Menschen wie Ing. Dipl-Päd. Andrea Planer, “KOCH regional mit Andrea" setzen sich für einen bewussteren Umgang mit Nahrungsmitteln ein und zeigen, wie wir alle dazu beitragen können, die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.



In diesem Blogbeitrag erfahrt ihr, welche Schritte ihr selbst unternehmen könnt und welche wertvollen Tipps Andrea für euch bereithält. Lasst uns gemeinsam dieses wichtige Thema angehen und einen Unterschied machen - denn jeder einzelne von uns kann etwas bewirken.


Könnt ihr euch vorstellen, dass in Österreich jedes Jahr fast eine Million Tonnen an Lebensmitteln im Müll landen? Das entspricht etwa 50.000 Lastwagenladungen voller Essen - eine erschreckende Vorstellung. Doch wie kann es dazu kommen? Ob in der Produktion, beim Einkauf oder bei der Zubereitung zu Hause - es gibt viele Gründe für die Lebensmittelverschwendung. Doch anstatt uns von dieser Tatsache entmutigen zu lassen, sollten wir gemeinsam handeln und Maßnahmen ergreifen, um einen bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen zu fördern. Denn jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung zählt - für unsere Umwelt, unsere Wirtschaft und unseren Planeten.


Andrea kennt sich mit der Landwirtschaft aus und weiß, wovon sie spricht - schließlich ist sie selbst leidenschaftliche Bäuerin. Sie erinnert daran, dass die Landwirtschaft das Fundament unserer Ernährung bildet und dass die Bauern eine unverzichtbare Rolle bei der Produktion von hochwertigen Lebensmitteln spielen. Aber oft vergessen wir, wie viel Arbeit, Zeit und Engagement die Landwirte in ihre Arbeit stecken. Dabei sind es gerade diese fleißigen Bauern, die uns mit frischen und gesunden Nahrungsmitteln versorgen. Wenn wir also wirklich etwas gegen die Verschwendung von Lebensmitteln tun wollen, sollten wir auch die Bedeutung einer nachhaltigen und fairen Landwirtschaft erkennen - und die Arbeit der Bauern wertschätzen.


Andrea ist eine wahre Powerfrau mit vielen Talenten! Als leidenschaftliche Bäuerin betreibt sie gemeinsam mit ihrer Familie den landwirtschaftlichen Betrieb “Lamplhof”, der hochwertige Lebensmittel produziert. Doch sie beschränkt sich nicht nur auf die Landwirtschaft, sondern vermietet auch Ferienwohnungen auf ihrem idyllischen Bauernhof.


Lamplhof, https://www.lamplhof.com/index.php/familienurlaub_oesterreich_bauernhof.html
Lamplhof

Doch das ist noch lange nicht alles! Sie hat mit "Koch regional mit Andrea" noch ein weiteres spannendes Betätigungsfeld geschaffen, das ihr besonders am Herzen liegt. In Vorträgen und Kochkursen auf dem Lamplhof teilt sie ihr Wissen, Erfahrungen und ihre Begeisterung für regionale Lebensmittel.

Andrea ist sicher nicht die Einzige, die wiederholt feststellen muss, dass nicht nur ihre eigenen Feriengäste, sondern auch viele andere Urlauber in der Region übrig gebliebene Lebensmittel achtlos in den Müll werfen - Nahrungsmittel, die noch vollkommen genießbar wären. Ein Anblick, der sie jedes Mal aufs Neue entsetzt und dazu anspornt, gegen die Verschwendung von Lebensmitteln anzukämpfen, nicht zuletzt auch wegen den hohen Kosten der Müllentsorgung.

Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass solche Vorfälle der Vergangenheit angehören, indem wir mit unseren Ressourcen verantwortungsvoll umgehen und das Bewusstsein für die Wichtigkeit des Themas schärfen.


Was können wir also tun, um Lebensmittelverschwendung zu vermeiden?


www.derkochstandard.com

Andrea ist eine wahre Expertin, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit und Ernährung geht und gibt folgende Top-Tipps:

  1. Kaufe nur das , was du in einer bestimmten Zeit verbrauchen kannst. Nutze dabei einen Einkaufszettel oder eine App und erstelle einen Wochenplan, was du wann kochen willst.

  2. Achte darauf, dass du bei frischen Produkten wie Obst, Gemüse und Fleisch nur so viel kaufst, wie du zeitnah aufbrauchen kannst. Aktionen und Großpackungen können zwar Geld sparen, aber es lohnt sich nicht, wenn die Lebensmittel letztendlich weggeworfen werden müssen.

  3. Wenn du verreist, gib Produkte aus dem Kühlschrank, die in der Zeit verderben können, an Freunde oder Nachbarn.

  4. Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) auf der Verpackung heißt nicht, dass das Produkt nach Ablauf weggeworfen werden muss. Prüfe immer, ob es noch genießbar ist. Oft ist es noch Tage oder Wochen später genießbar.

  5. Die richtige Lagerung von Lebensmitteln ist ebenfalls wichtig, um eine Verschwendung zu vermeiden. Beispielsweise geben Äpfel beim Reifen das Gas Ethylen ab, das den Reifeprozess beschleunigt und dazu führen kann, dass auch andere Früchte in der Nähe schneller reifen und schneller verderben. Um das zu vermeiden, sollte man Äpfel getrennt von anderem Obst lagern. Ideal ist es, Äpfel in einem kühlen, gut belüfteten Raum oder im Kühlschrank zu lagern. So bleibt das andere Obst länger frisch und behält seine Qualität.

Durch diese einfachen Maßnahmen können wir nicht nur unsere Umwelt schonen, sondern auch bares Geld sparen.


Von Andrea bekommen wir nicht nur praktische Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, sondern auch kreative Ideen und Rezepte, wie man Lebensmittelreste sinnvoll nutzen kann. Denn wer sagt, dass altbackenes Brot oder Gemüsereste ungenießbar sind? Mit ein wenig Fantasie und Experimentierfreude können daraus köstliche Gerichte gezaubert werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einer herzhaften Gemüsesuppe oder einem bunten Salat? Auch Fisch- oder Fleischreste lassen sich wunderbar in leckeren Tortillas oder Wraps verarbeiten. Und was kann man mit altem Brot machen? Statt es wegzuwerfen, kann man es zum Beispiel folgendermaßen verwerten:

  1. Brotkrümel/ Croutons: Zerbrösel das alte Brot zu kleinen Krümeln und röste diese in einer Pfanne oder im Ofen. Die Krümel können als Topping für Salate, Suppen oder Nudelgerichte verwendet werden.

  2. Knoblauchbrot: Schneide das alte Brot in Scheiben, bestreiche es mit Knoblauchbutter und röste es im Ofen. Das Knoblauchbrot eignet sich als Beilage zu Suppen, Salaten oder Pasta.

  3. Brotpudding: Schneide das alte Brot in kleine Stücke und leg diese in eine Auflaufform. Mische Milch, Eier, Zucker und Gewürze wie Zimt oder Vanille und gieße die Mischung über das Brot. Backe den Brotpudding im Ofen, bis er goldbraun und knusprig ist.

  4. Semmelknödel: Verwende alte Brötchen oder Brot, um Semmelknödel zuzubereiten. Schneide das Brot in kleine Stücke und vermische es mit Eiern, Milch, Zwiebeln und Petersilie. Forme die Mischung zu Knödeln und koche sie in Salzwasser.

  5. Panzanella: Dies ist ein italienischer Brotsalat, der aus altem Brot, Tomaten, Gurken, Zwiebeln, Olivenöl und Essig besteht. Schneide das alte Brot in Würfel und mische es mit den anderen Zutaten, um eine erfrischende Salatbeilage zu erhalten.

  6. Wenn du auf der Suche nach einem leckeren Snack bist, kannst du ganz einfach Brotchips herstellen. Schneide das noch nicht ganz harte Brot in 2-3 mm dünne Scheiben, lege sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreiche sie mit etwas Olivenöl und Gewürzen wie Knoblauch, Paprika oder Rosmarin. Backe die Brotchips im Ofen bei 200°C Heißluft für etwa 5- Minuten, bis sie knusprig und goldbraun sind. Du kannst die Brotchips als Snack allein genießen oder mit Dips wie Hummus oder Guacamole servieren.


https://www.instagram.com/p/Ck0JnC-IgHh/

Auch ein Auflauf oder eine Quiche sind eine tolle Möglichkeit, um Reste von Gemüse und Käse zu verwenden. Mit ein wenig Kreativität und Experimentierfreude sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.


So einfach geht’s:


Andrea's Zwiebel-Speck-Quiche mit Semmelbröselboden:


Zutaten für den Boden:

150 g Semmelbrösel

100 ml Pflanzenöl (6 Esslöffel)

Ca. 200 ml Wasser

½ Tl Salz

½ Tl Rosmarin


Zutaten für die Füllung:

1 große Zwiebel

150 g gewürfelter Speck

5 Eier

350 ml Rahm (Sahne)

Salz, Pfeffer, Bärlauch und Knoblauch zum Würzen

100 g geriebener Bergkäse


Zubereitung:

1. 180 °C Ober- und Unterhitze vorheizen

2. Alle Zutaten gut miteinander verkneten

3. Teig gleichmäßig in die Auflaufform drücken und einen 2 cm hohen Rand

formen

4. Ins Backrohr schieben und 15 Minuten vorbacken

5. Zwiebel und Speck kleinwürfelig schneiden

6. In etwas Öl glasig anlaufen lassen

7. Eier und Rahm in einer Schüssel glattrühren und gut würzen

8. Semmelbröselteig aus dem Backrohr nehmen

9. Speck-Zwiebeln darauf verteilen

10. Eier-Rahmgemisch darübergießen

11. Mit geriebenenem Bergkäse bestreuen

12. Ins Backrohr schieben

13. Ca. 35-40 Minuten bei 180°C backen


Tipp: Mit Salat und Sauerrahmdip servieren und warm oder kalt genießen.


Kreative Verwertung von überreifem Obst


Auch überreifes Obst muss nicht zwangsläufig weggeworfen werden. Es gibt viele Möglichkeiten, wie man es noch verwerten kann, zum Beispiel als Zutat für Bananenbrot, Marmeladen oder für Smoothies.

So kannst du überreifes Obst in einem Smoothie verwenden, um einen leckeren und gesunden Drink zu kreieren. Einfach das Obst in kleine Stücke schneiden und zusammen mit Joghurt, Milch oder Saft in einen Mixer geben und mixen, bis eine glatte Konsistenz erreicht ist. Wenn du magst, kannst du noch weitere Zutaten hinzufügen, wie beispielsweise Haferflocken, Ingwer oder Spinat, um den Smoothie noch gesünder zu machen.



Geniale Rezepte zur Verwertung von übrig gebliebenen Reis, Kartoffeln und Co.


Was kann man machen, wenn man vom Vortag noch eine große Menge Reis oder Kartoffeln übrig hat? Kein Problem, du hast verschiedene Möglichkeiten, diese Reste noch zu verwerten.

  1. Bratkartoffeln: Aus gekochten Kartoffeln lassen sich leckere Bratkartoffeln machen. Einfach die Kartoffeln in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit etwas Öl braten. Dazu passt zum Beispiel eine würzige Bratwurst oder ein Spiegelei.

  2. Kartoffel- oder Reispuffer: Dazu die Kartoffeln bzw. den Reis fein zerstampfen, Ei und Gewürze hinzufügen und kleine Puffer formen. Diese in einer Pfanne mit etwas Öl goldbraun braten.

  3. Gebratener Reis: Mit gebratenem Reis kannst du auch eine schnelle und leckere Mahlzeit zaubern. Einfach den Reis mit Gemüse, Ei und Gewürzen in einer Pfanne braten, bis alles schön knusprig ist.

  4. Reissalat oder Kartoffelsalat: Auch ein Salat lässt sich aus den Resten herstellen. Dazu den Reis oder die Kartoffeln mit anderen Zutaten wie Gemüse, Dressing und Kräutern mischen.

  5. Frittata: Eine Frittata ist eine Art Omelett aus Eiern und Gemüse. Dazu einfach die Reste in eine Pfanne geben, Eier darüber schlagen und im Ofen backen, bis alles schön goldbraun ist.


Diese Ideen zeigen, dass es viele Möglichkeiten gibt, um übrig gebliebene Lebensmittel noch zu verwerten und daraus leckere Mahlzeiten zuzubereiten.


 

Wenn wir alle nur kleine Änderungen in unserem täglichen Verhalten vornehmen, können wir zusammen einen großen Unterschied machen. Deshalb möchten wir Euch dazu ermutigen, die vorgestellten Tipps und Anregungen auszuprobieren und in Zukunft bewusster mit Lebensmitteln umzugehen. Jeder von uns kann einen Beitrag leisten, um eine nachhaltigere und gesündere Welt zu schaffen.


EUER TEAM “DER KOCHSTANDRD”


 

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